Angeln auf Karpfen nach einem Gewitter

Erstellt am 30. Dezember, 2011 von Alex

Angeln KarpfenWährend und nach einem Gewitter kann man beim Angeln auf Karpfen wahre Sternstunden erleben. Direkt nach einem Gewitter werden häufig besonders viele und kapitale Karpfen gefangen. Die Ursache für die Beissfreude der Karpfen ist der zusätzliche Sauerstoff der durch den Regen ins Wasser eingebracht wird.

Dieser sorgt dafür, das die Karpfen aktiver werden und auf Nahrungssuche gehen. Um aber wirklich Erfolg zu haben sollte man sich auch Gedanken machen wie man nach einem Gewitter am besten auf Karpfen angelt. Im folgenden werde ich eine Technik vorstellen, die auf den ersten Blick etwas unkonventionell erscheint, doch mit Sicherheit gigantische Ergebnisse liefert.

Vorüberlegungen und Einflüsse auf das Angeln

Ein Gewitter geht in der Regel mit starken Regenschauern einher. Besonders kurze und starke Regenschauer spülen viele Insekten, Würmer und Schnecken vom Gewässerrand in die flachen Uferzonen. Auch von überhängenden Ästen und Sträuchern fallen durch den Regen häufig Kleintiere ins Wasser. Karpfen wissen aus Erfahrung das nach starken Regenschauern in den flachen Uferzonen häufig wahre Leckerbissen zu finden sind. Aus diesem Grund kann man die Karpfen häufig nach einem Gewitter nur wenige Meter vom Ufer entfernt umherziehen sehen. Dort sind sie auf der Suche nach Würmern, Schnecken und anderen Insekten, die vom Regen überrascht und ertrunken sind.

Die richtige Stelle zum Angeln

Grundlegend ist die Wahl einer geeigneten Angelstelle, an der man den Köder auslegt. Aufgrund der Tatsache das die Karpfen nach einem Gewitter im Uferbereich nach Nahrung suchen sollte man auch beim Angeln den Köder sehr ufernah ausbringen. Es sind also nicht die weiten Würfe die Fisch bringen, sondern die klug ausgewählten Stellen unter überhängenden Sträuchern oder vor Schilfbänken nur wenige Meter vom Ufer entfernt. Häufig kann man bei dieser Art zu Angeln sehr kapitale Karpfen überlisten, die sonst nicht an den Haken gehen.

Montage und Köder zum Karpfenangeln

Auch bei der Wahl des Köders zum Angeln sollte man sich an der Nahrung orientieren, die die Karpfen zu dieser Zeit natürlich im Wasser vorfinden, also Insekten, Würmer und Schnecken. Entweder man verwendet Tauwürmer aus dem Angelfachgeschäft oder man geht einfach einige Schritte am Ufer entlang und verwendet Schnecken oder Würmer, die man dort meist sehr schnell findet. Bei dieser Art zu Angeln hat man mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen.

Zum einen sind die Köder, die man verwendet, im Gegensatz zu Boilies oder ähnlichem, verhältnis- mäßig klein. Zum anderen sind die besonders kapitale Karpfen, die man bei dieser Art zu Angeln fängt, besonders vorsichtig. Man sollte also darauf achten das kleine Haken verwendet werden und die Montage zum Angeln sehr empfindlich aufgebaut ist. Schwere Gewichte oder große Wirbel sind zu vermeiden.

Wenn man also das nächste mal am See beim Angeln sitzt und ein Gewitter aufzieht, so sollte man das Angeln nicht abbrechen und nach Hause gehen, sondern sich auf eine besonders gute Beisszeit einstellen.

10 Kommentare

  1. Helmut

    Vielen Dank für den Beitrag. Besonders den Tipp mit dem Gewitter werde ich mir merken, da der Karpfen ein sonst eher träger Fisch ist. Ich habe letztes Jahr fast ausschließlich mit Boilies geangelt und ich muss sagen, dass die Karpfen wirklich darauf abgefahren sind, ohne jeglich Form von Scharm. Ich habe letztens auch einen genialen Bericht im Fernsehen über das “Karpfenfischen” entdeckt, den ich sehr interessant fand.

    Kommentar von Helmut am 20.01.2012 um 13:03

  2. Mir scheint es bessere Ideen zu geben, als während eines Gewitters zu angeln. Aber wie lange nach einem Gewitter kann man denn auf besonders beisfreudige Karpfen hoffen?

    Kommentar von Karl am 31.01.2012 um 21:51

  3. Ich kenne mich nicht so gut mit Fischen aus, aber dank ihrem Artikel habe ich mehr erfahren. echt klasse.

    Kommentar von Lisa am 13.02.2012 um 13:57

  4. Ich finde auch, dass man direkt vor einem Gewitter mehr Bewegung im Wasser sieht. Worauf ist das zurückzuführen? Luftdruckschwankungen?
    Direkt während des Gewitters ist es mir ehrlich gesagt zu gefährlich, direkt am Wasser zu bleiben ;-)

    Kommentar von Andreas am 26.03.2012 um 14:41

  5. Hallo Andreas, Danke für dein Kommentar. Während Gewitter sicherlich nicht gut, aber manchmal zieht an einem das schlechte Wetter vorbei. Ich saß schon öfters bei Regen in der Nacht und das Gewitter ist vorbei gezogen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Aal nicht auf schlechtes Wetter steht und meist die Ausbeute sehr schlecht ist. Die Karpfen werden aber bei Nacht beim leichten Regen sehr aktiv ;)

    Worauf ist das zurückzuführen? Luftdruckschwankungen?

    Ich würde eher sagen durch die Zufuhr von Sauerstoff, die Fische spüren es zunehmend wenn das Gewitter aufzieht. Gewitter=Regen=mehr Sauerstoff=Fische aktiver. Der Wind weht auch kleine Partikel die an der Oberfläche landen, das regt die klein Fische an.

    Grüße

    Kommentar von Alex am 26.03.2012 um 15:29

  6. Meinen größten Karpfen hab ich bei Gewitter gefangen. Hat wie blöde geschüttet, und so geblitzt das ich Schutz im Auto suchen mußte. War nämlich so ziemlich der höchste Punkt was gefährlich gewesen wäre, dazu noch Kohlefaserrute. Hatte mit Boillies geangelt, jedenfalls als ich zurückkam surrte die Bremse und es war kaum noch Schnur auf der Rolle. Konnte den kapitalen Karpfen aber noch landen.

    Kommentar von Marco am 28.03.2012 um 05:03

  7. Lotti

    Hm ich kenn Karpfen aus meiner fränkischen Heimat fast nur von speziellen Zuchtteichen. Wo kommen die eigentlich in der freien Wildbahn vor? Ich finde die Karpfenbilder von den Fängen immer so total krass. Richtige Oschis diese Fische.

    Achja am besten schmecken sie paniert :)

    Kommentar von Lotti am 29.06.2012 um 14:33

  8. dorschfan77

    eine schande ist das, so ein leckeres tier zu panieren… ;)

    aber im ernst: habt ihr irgendwelche tips, wie man bei gewitter angeln kann ohne sich vorm blitzschlag fürchten zu müssen? gibt es evtl gewittersicheres equipment, das den strom nicht leitet oder so?

    Kommentar von dorschfan77 am 18.07.2012 um 15:40

  9. Von derartigem equipment habe ich auch noch nicht gehört :D
    Spontan würde ich Ruten aus Plastik vorschlagen …^^, aber dann wars das mit dem Drill Spaß.
    Ich würde mich lieber eine geeignete Angelstelle auswählen, evtl eine wo nicht gerade die Mammut Bäume stehen ;)
    Aber ich habe schon öffters bei Gewitter geangelt und gedrillt und mir ist noch nix passiert. :)

    Kommentar von Laurenz am 24.08.2012 um 23:47

  10. Bei Gewitter angeln sollte Grundsätzlich kein Problem sein, vermeide nur dies an wirklich großen Seen zu machen, da sich dort nicht so viel gelegenheiten für den Blitz darstellen! Luft und Umgebubng im Wasser spielen natürlich mit was die Fische eher an die Oberfläche Treibt! Auch bringt der Regen gewisse Nährstoffe mit ins Wasser, weshalb sich die Fishce dann an die Oberfläche begeben! Also sicherlich ein kleiner Insider am Gegenwetter zu angeln!

    Kommentar von Angel Tricks am 04.10.2012 um 07:58

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